Umweltsenatorin Katrin Lompscher von der Linkspartei/PDS möchte gern die Heizpilze verbieten. Das sind diese Geräte, die uns an kalten Tagen mit ihrer sonnenschirmartigen Bauweise und der Gaspulle im Standfuß den Körper wärmen sollen. Ab und an gibt es auch schon mal eine Verpuffung, die für eine frisurlose Saison sorgen kann. Aber gut, der Grund indes liegt woanders. Nämlich, wir ahnen es, beim Umweltschutz. 5000 Heizpilze entsprächen einer Jahresemission von 5000 Autos. Um Himmels Willen. Wir werden alle sterben müssen. Weil es zu viele Heizpilze gibt. So bekommt die bedrohte Glühbirne einen Leidensgenossen, den Heizpilz.
Ich halte dieses Gesurre für eine Priorität im Minusbereich. Mehr interessiert mich der Werdegang. Grün verpflichtet und vorrangig werden Nichtigkeiten ausgedünstet. 50 Jahre ist sie alt und Diplom-Volkswirtin und Betriebswirtin. Tja, da kann so eine Sitzung schon mal langweilig werden. Des Abgeordneten liebstes Instrument ist die so genannte parlamentarische Anfrage. Mit dieser Anfrage wird eine Maschine in Gang gesetzt, die wahrscheinlich mehr als 5000 Autos verbraucht. Das schafft Arbeit aber verursacht auch Kosten. Egal. Am Ende gibt es ein Ergebnis, welches in diesem Fall von der Senatsumweltverwaltung vorgestellt wurde. Sofort wollen die Grünen für diesen Zug eine Fahrkarte erwerben. Trittbrettfahrer eingeschlossen. Das sieht wichtig aus und nach außen hin präsentiert man sich mal wieder.
Und so geht ein schöner Tag im Leben einer Abgeordneten zu ende. Der Posten wurde gerechtfertigt. Die Wiederwahl womöglich auch.