Die Kasse bestimmt

Es war nur ein kleiner Artikel in der Zeitung. Die Meisten werden ihn überlesen. Leider. Denn erst, wenn wir selbst betroffen sind, merken wir den Unterschied. Worum geht es? Das Bundessozialgericht hat entschieden, das Krankenhausärzte in Zukunft nicht  mehr automatisch allein entscheiden dürfen, welche Behandlung beim Patienten notwendig ist und welche nicht.  Vor allem geht es um den Behandlungsort.  Wenn es auch eine ambulante Behandlung tut, dann kann die stationäre Behandlung verweigert werden.

Das hört sich vielleicht ganz gut an. Der Tenor aber ist, die Kasse bestimmt, welche Behandlung ich bekomme. Und der Hintergrund besteht dabei in der Kostenkontrolle. Wäre der Hintergrund die bessere medizinische Versorgung, wäre alles schön. So aber wird die 2-Klassen-Medizin noch weiter ausgebaut. Wer Reich und privat versichert ist, wird schneller Gesund. Und der Arzt, der ja der Fachmann ist, wird zum medizinischen Statisten degradiert. Bis es keiner mehr machen will. Aber dann holen wir uns eben die Medizinmänner aus anderen Ländern. Mit dem Green Ticket. Und ganz am Ende werden wichtige Sachen auf dem Hinterhof in der Garage vom Hausmeister operiert. Vom Arbeitsamt für 1 Euro gesponsert, versteht sich.

Die Schule

Schule ist ein Mysterium. Zumindest erscheint es mir so. Dies ergibt sich aus der Tatsache, das ich immer alles ganz genau wissen will. Jeder behauptet etwas, aber keiner kann es beweisen. An anderer Stelle habe darüber schon mal geschrieben. Damals ging es um das Sitzenbleiben. Diesmal beschäftigen mich die Sogenannten AGs. Erst die Internetrecherche ergab das korrekte Wort >>Wahlpflichtbereich<<. Ein Unwort, meiner Meinung nach. Vereint es doch Wahl und Pflicht unlogisch zu einem Wort. Aber lassen wir das Wort bei Seite. Schon in der 5.Klasse fiel die AG oft aus. Oft heißt, sie fand eigentlich gar nicht statt. Es war der Kurs >>Werken mit Holz<<. Dieser wurde kurioser Weise vom Direktor selbst geleitet. Möglicherweise war das auch der Grund dafür, warum am Ende des Schuljahres trotzdem eine erfolgreiche Teilnahme attestiert wurde. Diesmal nun in der 6.Klasse geht es gleich um 2 Kurse, die belegt werden müssen. Angeblich. Denn zu diesem Zwang habe ich nichts gefunden. Die Kurse wurden so gelegt, das sie in der 7. und 8. Stunde statt finden sollen. Da aber an 3 Tagen eine siebente Stunde regulär vorgesehen ist, kann das Kind entweder an diesem Kurs nicht teilnehmen, oder aber geht nach der 7. Stunde hin und verpasst eine Stunde.

Eigentlich möchte ich mich diesem Schwachsinn komplett verweigern. Doch dazu fehlen mir die rechtlichen Aussagen. Dies Kurse tragen nichts zum Leben bei. Außerdem bin ich der Meinung, es ist entweder Unterricht und steht somit auch im Stundenplan, oder es ist freiwillig. Ein dazischen gibt es nicht und macht auch keinen Sinn. Wären die Kurse mit Schulfächern identisch, wäre es etwas andere. Ähnlich einem Leistungskurs kann man sich aussuchen, in welchem Fach man seine Kenntnisse besonders ausbauen will.

Jeden Tag Englisch mit jeweils neuen Vokabeln, Mathe in Mengen, Deutsch, was doch schwieriger ist, als gedacht. Das ergibt täglich 1,5 bis 2 Stunden Hausaufgaben. Und nun diese Unsinnigen Kurse noch dazu. Das geht mir gegen den Strich.

Wem also eine Rechtliche Grundlage (Positiv oder negativ/Berliner Raum)  bekannt ist, der kann sich ja mal melden. Es würde mich freuen.

Staat kontra Auto

Die Autoausstellung ist eine schöne Sache. Wenn ich aber das Staatsgeseier höre, zudem sich alle Politiker, die mal wieder ins Fernsehen kommen wollen, genötigt fühlen, bekomme ich schlechte Laune. Mit einer Bande von Deppen kann man das vergleichen. Wohl wissend, das unsere Industrie zu einem großen Teil der Autoindustrie entstammt, verteufeln sie nun diese. Viele technische Innovationen sind auf deutschem Mist gewachsen. Sogar die Fertigungsindustrie musste permanent neue Technologien finden um die hohen Ansprüche der Autobauer zu befriedigen. So hat also auch der Maschinenbau zu einem nicht unerheblichen Teil seinen guten Ruf den Autos aus deutschen Landen zu verdanken. Continue reading

Wieder mal der Mindestlohn

So, nun ist es raus. Ein-Euro-Jobs vernichten Arbeitsplätze. Alle wussten es. Doch die Regierung propagierte stets die Unrichtigkeit dieser Aussage. Viele haben sich indes mit Untersuchungen beschäftigt und nun trudeln die ersten seriösen Aussagen ein. Nein, es kann nicht mehr verschwiegen werden. Noch dramatischer fällt die Aussage über die sogenannten >Aufstocker< aus. In die Millionen geht die Zahl der Menschen, die mit einem Job nicht mehr ihren Lebensunterhalt verdienen können. Während dessen predigt Frau Merkel Fleiß und Ehrlichkeit. Wahrscheinlich deshalb, damit die Sklaventreiber noch weniger geleistete Stunden bezahlen und gleichzeitig mehr zu leistende Stunden fordern können. Unverständlich bleibt auch weiterhin die Haltung der Regierung zum Mindestlohn. Auf welche Schule muss man eigentlich gehen, um der Meinung zu sein, Billigstlöhne würden einen Arbeitgeber dazu animieren für wesentlich mehr Geld den gleichen Arbeiter fest einzustellen? Es ist doch wohl klar, das kein Mensch freiwillig mehr bezahlt, als notwendig ist.

Die momentane Strategie bleibt erhalten: Wir reden alles schön!

Rossmann ohne Börsengang

In der Zeitung konnte man lesen, das Rossmann nicht an die Börse geht. Man mag über dieses Großunternehmen denken was man will, aber diese Einstellung gefällt mir. Die persönliche Verbindung mit dem Unternehmen ist die Grundlage für ein Fortbestehen. Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft, bei der nur abgeschöpft wird ohne persönliche Verlustängste, steckt hier Verantwortung und Herzblut drin.