Reguläre Jobs von Leiharbeitern verdrängt

Bei Daimler sind zur Zeit 2400 Leiharbeiter beschäftigt. Sagt die Zeitung. Damit ist der Betrieb flexibel. Der neue kleine Aufschwung erfordert nun mehr Arbeitskräfte. Diese sollen mit Leiharbeiter besetzt werden. Das wiederum gefällt dem Betriebsrat nicht. So geht es immer hin und her. Zum Thema Leiharbeit selbst braucht man nicht mehr viel zu sagen. Und auch wenn es alle verdrängen, sie werden zum Zünglein an der Waage. Mehr und mehr werden sich die fest Angestellten daran erinnern, das ihr Job ganz leicht von einen Leihknecht genauso gut gemacht werden kann. Da ist man schon mal etwas vorsichtiger mit dem, was man sagt. Warum das Geht? Ganz einfach. Die vielen entlassenen Autobauer sind inzwischen selbst bei der Leihfirma. Dann machen sie den gleichen Job am gleichen Ort fürs halbe Geld. Ziel erreicht. Das Ziel lautete: Die Demontage der Arbeiterrechte unter geschickter Umgehung der Gesetze und gleichzeitiger Versklavung. So ganz nebenbei wird noch die Solidargemeinschaft aufgelöst.

Auf den ersten Blick ist das schlimm. Schlimmer wird es, wenn man seine Fantasie benutzt. Den fest Angestellten  geht es an den Kragen. Und wer wird da als Feind ausgemacht? Der Leiharbeiter. Er wird zur unmittelbaren Bedrohung. Zuerst versklavt, danach gehasst. Das der eigentliche Schuldige einen Anzug trägt und Politiker ist, wird leider übersehen. Zumindest von den Betroffenen.