Dieser Tage kann man etwas schönes zu beobachten. Zivilcourage nennt die Politik das und wird nicht müde uns permanent daran zu erinnern. Gegen Ungerechtigkeiten hervortreten. Die Stimme erheben, wenn etwas nicht stimmt. Nicht wegschauen. Gegen Rechtsradikalismus antreten und die Guten unterstützen. Mobbing am Arbeitsplatz aktiv verhindern. Aber, das Land der Hosenscheißer zeichnet derzeit ein anderes Bild.
Wenn man dem Dalai Lama keine kriminelle Gesinnung unterstellt, wovon ich ausgehe und außer China das auch niemand behauptet, würde man ihm, wenn er Jude wäre, einen Vertriebenenstatus zusprechen. Zwar nicht offizielles Staatsoberhaupt, aber doch fast. Kurzum, alle würden mit ihm Reden und ihn empfangen. Bei uns aber geschieht etwas anderes. Alle verstecken sich. Der Gemobbte wird ausgegrenzt. Man schaut weg. Im Nacken sitzt eine große Industriemacht. Da möchte man nicht ins Fettnäpfchen treten. Zumal der letzte Empfang heftige Proteste auslöste. Na und? Alles verpufft. In meinen Augen ist das nur Säbelrasseln. Denn, wer soll denn die Chinaprodukte kaufen? Die doofen Europäer natürlich. Es glaubt doch wohl niemand im Ernst daran, das der Chinesische Produzent seine Plastiklatschen nicht mehr an Deutschland verkauft, nur weil wir den Dalai Lama empfangen haben. Es haben sich schon Kriesparteien gegeseitig Waffen verkauft. Der Handel schert sich einen Dreck um Politik.
Traurig ist auf jeden Fall diese Duckmäuserei. Wir predigen Mut und haben Angst.