Ich schaue ab und an auch Fernsehen. Oder besser, in den Fernseher. Galileo aus dem Hause Prosieben erzürnt mich schon lange. Gut ein Drittel der Beiträge ist schlichtweg falsch oder falsch dargestellt. Am 25 war es wieder soweit. Ein Schütze sollte die These belegen, die Spielfilmhelden würden es schaffen, nach allerhand akrobatischen Übungen einen Angreifenden Gegner zu treffen. Dazu durfte der Schütze auf Pappfiguren in 2 Meter Entfernung schießen. Die Treffer sollten Zeugnis für die Richtigkeit der Behauptung sein. Das leuchtet nicht mal Kindern ein. Der Unterschied zwischen 2 Meter und 20, wie im Film, dazu noch bewegt und im Sprung. Verblödung aller erster Güte.
Besonders unangenehm fällt bei mir Aiman Abdallah auf. Das Stellte sich am gleichen Tag, abends, bei Galileo Mystery heraus. Die Sendung hatte Sektencharakter. In 10 Minuten wurde der gleiche Satz 10 mal vorgebetet. Dazu mit den gleichen Bildern. In einer Endlosschleife wurde Zeit ausgefüllt und nur ab und an mit Informationen erweitert. Nach der Pause lief natürlich zuerst einmal die Endlosschleife. Der Mann wäre bestimmt ein guter Schauspieler geworden. Sich für solche Spinnereien herzugeben kann nur bedauert werden. Wieder einmal mehr zeigt sich der Unterschied zwischen Privatfernsehen und öffentlich-rechtlichem Fernsehen.