Verpackungsgrößen

Angeblich gibt es seit langem keine Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Manches soll sogar billiger werden. Da erinnere ich mich an die Abschaffung der Verpackungsgrößen. Möglicherweise gibt es keine Preissteigerung, weil neuerdings weniger drin ist und der Hersteller deswegen nicht erhöhen muss. Eventuell gibt es sogar in Wirklichkeit eine Erhöhung durch versteckte Mengenreduzierung. Zumindest listet die Hamburger Verbraucherzentrale inzwischen Produkte auf 50 klein gedruckten Seiten auf , die verdeckte Preiserhöhungen enthalten. Das ist wahrhaft keine Kleinigkeit.  Die Hersteller dementieren und die Verbraucherschützer mahnen zum Preisvergleich. Mir persönlich erschließt sich diese Logik nicht. Ähnlich der Einführung des Euro hat der gemeine Mensch sehr schnell vergessen was gestern war. Der Vergleich, oder das Betrachten der Kilo-Preise bringt gar nichts, da ich den alten Preis nicht im Kopf habe. Fakt ist die Verkleinerung des Inhalts. 25 oder 35 Gramm weniger als vorher, sind keine Seltenheit. Natürlich zum alten Preis.

Wieder einmal leiden wir unter dem Kreativwettbewerb aus dem Brüssler Faultierhaus. Gemacht für die schwächsten Mitglieder. Um einen schönen Mittelwert zu bekommen. Genau deshalb aber haben Menschen keine Lust und keine Zeit, sich mit Eropawahlen zu beschäftigen. Diese Zeit benötigen sie nämlich um immer den neuesten Kreativakt aus der Brüssler Anstalt zu durchschauen.

Der Präsident

Die Meisten werden es nicht verfolgt haben. Ich zumindest aber habe mir diese Prozedur angesehen und meine Abneigung gegenüber Politiker bestätigt gefunden. 1223 erwachsene Menschen, die uns führen und leiten wollen, nahmen Teil. Ein verhältnismäßig kleiner Haufen für ein 80-Millionen-Volk. Da erwartet man die Elite, die Vorbild sind. Das Ergebnis überrascht, aber verwundert mich nicht. 10 dieser Menschen hatten, wie auch so oft im Bundestag, wieder mal überhaupt keine Meinung und enthielten sich der Stimme. Mensch, die eigentlich dafür eingesetzt sind, gefälligst eine Meinung zu haben. Das eine Enthaltung überhaupt möglich ist, ist traurig genug. Einer glänzte mit Abwesenheit, möglicherweise Krankheitsbedingt. Und zwei Menschen waren offensichtlich mit der Prozedur überfordert und produzierten einen ungültigen Stimmzettel.

Leuchtendes Beispiel aber für zukünftige Politlehrlinge, und Negativbeispiel für den Bürger, war der Favorit selbst. Unser, zu diesem Zeitpunkt, zukünftiges Staatsoberhaupt, war nicht in der Lage pünktlich zu erscheinen. Nicht zur Arbeit erschienen und damit aus dem Rennen. So zumindest hätte es wohl jeder neue Arbeitgeber mit uns gemacht. Das hätte Herr Lammert sicherlich auch gern getan. Aber am Ende wird der Zuspätkommer noch bejubelt.

So sieht es aus in unserem Land……………

Wahlpflicht gefordert

Nach der geringen Wahlbeteiligung gibt es Rufe nach einer Wahlpflicht. Bestimmt nicht der Einzige, aber der Erste in der Presse, Herr Jörn Thießen. Über Sinn und Unsinn solcher Forderungen muss man nicht diskutieren. ich schaue mir nur, wie immer diesen Menschen an. 61 geboren, 1979 in die SPD eingetreten. Also mit 18. Ein typischer Berufspolitiker, der schon früh erkannt hat, die beste Versorgung gibt es als Politiker. Ab 1980 war er im Landesvorstand Tätig. Der Bezug zum Leben der Normalbürger ist solchen Menschen nicht gegeben. Deshalb sind Forderungen solcher Leute auch nicht mehr als Kneipengeschwätz. Lediglich instinktgesteuert soll damit das eigene Fortbestehen gesichert werden.

Verdruss bei der Europawahl

Die Politiker sind entsetzt. Zu wenig Wähler konnten mobilisiert werden. Wozu auch? Brüssel, als legalisierte Lehranstalt zur Ausbeutung der Bürger und Auffangbecken für gescheiterte oder unbeliebte Existenzen, kann keine Volksnähe herstellen. Tausende unnütze Gesetze, die den Lebensstandard reduzieren sollen, führen zur Ablehnung. Gedacht war das alles mal ganz anders. Nach oben sollte es gehen. Statt dessen werden immer mehr Entwicklungsländer aufgenommen, die zwar profitieren, den besser gestellten Ländern aber eine Anpassung nach unten abverlangen. Einhergehend mit der Zerstörung der eigenen Kultur und Entmündigung der lokalen Einwohner kann kein positives Ergebnis entstehen. Da hilft es auch nicht, quasi als Verzweiflungstat, jeden unwilligen zum Deppen abzustempeln.

Nie hätte sich Europa um Lokales zuerst kümmern dürfen. Das gemeinsame Auftreten nach außen hätte Priorität geniessen müssen. Das Lokale wäre dann von allein gekommen. Wir sind nicht Amerika, ein Land, welches nur aus Einwanderern besteht und daher einen neuen Staat beliebig gründen konnte. Es mag vielen nicht gefallen, aber ein vereinigtes Europa, nach dem Vorbild der USA, mit einer Verfassung und einer Sprache, wird es vielleicht erst in 500 Jahren geben. Vielleicht auch nie.