Rettet die Mütze / Weiterhin Beschneidungsstreit / Maischberger und Anne Will

Rettet die Vorhaut

Mehr Gesprächsrunden im Fernseher. Das bedeutet im allgemeinen mehr Information. Viel Dinge erledigen sich von allein. So sehe ich es auch hier. Mehr und mehr führen die Befürworter sich selbst als inkompetent vor.

So geschehen bei Anne Will am 11. Juli. Yitshak Ehrenberg hält die Beschneidung für ein Geschenk. Ein aufgezwungenes, müsste er eigentlich sagen. Wir sollen nicht bekehren, werden aber permanent von solchen Leuten belehrt, wie wir es zu sehen haben und das wir, die Ungläubigen oder Katholiken, nur Ableger ihres Glaubens seien. Ein interessanter Kontrast. Er stellt ebenfalls, wie viele andere auch, klar, ohne Beschneidung kein Jude. In solch hitzigen Debatten werden wahre Anliegen offenbart. Und so gab es die Stelle, an der Herr Ehrenberg unmissverständlich klar macht, die Deutschen müssen still halten. Für alle Zeiten. Die Zeit der Vorwürfe wird nie aufhören. Solche Menschen sorgen dafür, das es so bleibt.

Auch Frau Khola Maryam Hübsch glänzte mit Unwissenheit und einer gewissen Brutalität. Offenbar weiß sie es besser und unterstellt die Schmerzfreiheit der Beschneidung. Außer den vehementen Kampf für die Beschneidung, rein nach religiösen Aspekten, kann sie in der weiteren Diskussion nichts beitragen. Frau Seyran Ates erkennt die Hintergründe schon eher. Die Religionsfreiheit wurde überspannt. Recht hat sie.

Auch die Sendung von Frau Maischberger am 14. August stellt wichtige Fragen nicht und entlässt den Zuschauer ohne Ergebnis. Die Politik hat sich inzwischen verheißungsvoll geäußert. Dieter Graumann, Zentralrat der Juden, sagt es deutlich: Es ist sehr verantwortungsbewusst von der Politik, eine Resolution zu verfassen, die gegen die Meinung des Volkes ist. So sieht also sein neues, modernes Judentum in Deutschland aus, welches er kurz davor noch verheißungsvoll ankündigte. Den Willen der Bevölkerung ausschalten. Auch Frau Bilkay Öney benutzte ein Trugschluss zur Verteidigung der Beschneidung. Nur weil es viele Beschnittene gibt heißt das nicht, das sie es wollten. Typisch Politiker, benutzt sie ein Argument, was keines ist. Betroffene Männer hätten sich doch schon längst gemeldet. Falsch, Frau Öney. Gerade das tun Männer eben nicht. Schon gar nicht aus ihrem Kulturkreis. Das sollte sie wissen. Sie verteidigt die Beschneidung, weil es keine Einschränkung gäbe. Die Vorhautentfernung sei keine Körperverletzung. Die ende nämlich da, wo eine Einwilligung der Eltern einsetzt. Mit anderen Worten: Mit Einwilligung ist alles erlaubt.

Dr. Sebastian Isik, der Beschneidungsexperte, begründet das Beschneiden unter anderem mit Hygiene. Nur wenige würden sich die Hände nach dem Urinieren waschen. Dem Zuschauer erschließt sich dieser Zusammenhang nicht. Es ist eher ein Ausdruck der Verstörtheit, weil seine Argumente nicht mehr greifen. Auch er stellt, fast versehentlich, das wahre Bild der Beschneidung dar. Wahrscheinlich würden die meisten älteren Kinder diese Prozedur nicht machen wollen. Und, Achtung, dann wären sie keine Muslime oder Juden mehr. Hört hört. Genau darum geht es. Nicht um Gesundheit. Nicht einmal um den Glauben selbst. Sondern um ein körperliches Merkmal.

Frau Necla Kelek kämpfte auf einsamen Posten, hatte aber auch als einzige den Durchblick. Sie erkannte die politische Dimension, die weltumspannend vereinnahmend um sich greift. Wie wahr.

Nach diesen Sendungen stellt man sich viele Fragen. Warum überhaupt wird darüber gesprochen? Wieso wird so getan, als ob die Rechtslage zu interpretieren wäre? Warum gehen alle davon aus, das dieses Urteil ein Fehler war? Warum sind Frau Maischberger und Frau Will nicht in der Lage, die entscheidende Frage zu stellen? Nämlich ob es die Beschneidungsfreunde einen Dreck interessiert, was das Volk des Landes, in dem sie leben, darüber denkt?

Einen minimaler Lerneffekt ist aber auch entstanden. Selbst Gelehrte verhalten sich wie sechsjährige Kinder. Es geht ihnen nicht mehr um Argumente, sinnvoll oder nicht sinnvoll, sonder um ihren Willen. Den alle anderen gefälligst zu akzeptieren und auszuführen haben. Eine weitere Erkenntnis, die auch bei anderen Themen immer mal wieder gewonnen werden kann, ist die Unvergänglichkeit der deutschen Schuld. Und immer dann, wenn es nicht mehr weiter geht, wird damit gedroht.

Zur Zeit kann das als Propagandafernsehen verstanden werden.Die Gegener der Beschneidung werden in die Unterzahl versetzt oder man lädt eben gleich menschen ein, die das Richtige nicht energisch genug ausdrücken können. Echte Gegner gibt es nicht.  Sie werden bewusst nicht eingeladen. Aus Angst, der Sender würde als Rechts einsortiert werden. So tragen die Sender dazu bei den Staat zu beeinflussen. Aber nicht nur das Fernsehen trägt dazu bei, auch die Presse. Wieder einmal unangenehm fällt dabei die Berliner Zeitung mit ihrem Schreiber Herrn Christian Bommarius. Er holt sogar die Faschisten-Keule heraus. Was diesen Mann dazu bewegt ständig Partei für Randgruppen zu ergreifen, kann nicht ergründet werden.Trotz seines Alters ist aber auch er nicht in der Lage, einen Willen der Gemeinschaft wenigstens in Betracht zu ziehen. Er benutzt die Zeitung dazu, die Beschneidungsgegner zu Nazis zu stempeln um damit den Gegner auszuschalten. Grund, unbekannt.

Ein Gedanke zu “Rettet die Mütze / Weiterhin Beschneidungsstreit / Maischberger und Anne Will

  1. Danke, guter Artikel! Ja so ist es, wir Kritiker sind alles Antisemiten. Ich selbst auch, da ich Kritiker bin, Ausländer und beschnitten. Solche Leute sind einfach nicht gewollt, welche die Wahrheit sagen.

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