Behandlungsfehler kosten Leben

1712 Menschen sollen letztlich an Behandlungsfehlern gestorben sein. Nach Schätzungen verlieren pro Jahr sogar 17000 Menschen ihr Leben, wenn man die Dunkelziffer mit berücksichtige. Traurig. Ich sehe in diesen Zahlen noch etwas ganz anderes. Zum Beispiel, das es wahrscheinlich 5 mal so viele Menschen gibt, die zwar nicht an Behandlungsfehlern sterben, aber drastische temporäre Schäden erleiden. Etliche davon auch dauerhaft. Daraus ergibt sich dann eine ziemlich große Zahl. Dann kann man sich wiederum leicht ausmalen, das über sieben Ecken jeder mindestens einen kennt, der negatives erlitten hat. Und so ist es auch kein Wunder, das viele aus diesem Wissen heraus lieber gar nicht erst zum Arzt geben. Ganz am Ende kann dann schon allein durch diese Umstände die permanente Prognose des langen Lebens angezweifelt werden. Das ist für mich die eigentliche Erkenntnis aus diesem Bericht.

Arbeitgeber wollen nicht belehrt werden

Frau von der Leyen spricht sich für höhere Lohnerhöhungen aus. Das erbost nun die Arbeitgeber. Wie kann man als Regierung so etwas nur tun? Martin Kannegiesser, Gesamtmetall-Präsident, verbittet sich diese Belehrung. Ein erstaunlicher Effekt, verknüpft mit dem Eindruck, die Arbeitgeber leiden an Demenz. Gerade im letzten halben Jahr gab es immer wieder Vorschläge, eher sogar Forderungen, an die Politik gewisse Dinge in der Gesellschaft entsprechend ihren Wünschen zu ändern. Von der Sozialhilfe, über Wohnungen bis hin zur Gesetzgebung war alles dabei. Es ist also keine Frechheit der Politik, mehr Einkommen für die Bürger zu fordern, was eigentlich auch ihr Bestreben sein sollte, sondern eine Frechheit der Arbeitgeber, wie ein 10-Jähriges Kind bockig um sich zu schlagen. Gleichzeitig zeigt es die Verknüpfungen auf und erlaubt die Frage, wer hier regiert.